Ganz ernsthaft.

Niemals würden wir vor einer Flagge salutieren. Wir beten schwarze Kisten an. ("Vier" Bayer vor einem Prototyp der J-INFRA)


Gerüchte, bei d&b werde am frühen Morgen die Firmenfahne aufgezogen und die hauseigene Hymne abgesungen, halten einer näheren Überprüfung nicht stand, mögen aber genährt sein aus dem nach außen spürbaren Wir-Gefühl der "d&bler". Das allerdings hat nichts zu tun mit magischen Einschwörungsritualen. Vielmehr entspringt es der durchaus ansteckenden Überzeugungstäterschaft aller Beteiligten und der Lust am Produkt, die sicher auch mit dem Bewusstsein von dessen Qualität zusammenhängt.


Wir Audiotechniker sind ein ernsthaftes Völkchen (Kai-Uwe Layer, Daniele de Nitti, Dominik Ehring) ...


Mich als Chronisten der laufenden Ereignisse verblüfft das, wenn ich bedenke, welcher Schritt zwischen den Garagen-Anfängen in Korb und den heutigen Dimensionen in Backnang liegt. Denn irgendwann sahen sich die Konstrukteure schwarzer Kisten mit so fachfremden Dingen wie Vertrieb und Verwaltung, gar langfristige Planung konfrontiert. Neugewonnene Kollegen mussten integriert, Kompetenzen abgesteckt werden. Das verlief beileibe nicht immer reibungslos und konfrontierte alle Beteiligten mit Problemen, die den Rahmen des schlichten Lautsprecherbaus bei weitem überschritten.


... nun ja, meistens jedenfalls (Sally Granger, Heinz Broeker, "Vier" Bayer).


Tatsächlich stellt sich d&b heute als international aufgestelltes Unternehmen (so nennt man das, glaube ich, in entsprechenden Magazinen) dar, samt aller üblichen Zutaten. Das hat aber nie dazu geführt, das eigentliche Ziel aus den Augen zu verlieren, nämlich wohlklingende, sauber verarbeitete Audio-Systeme herzustellen, die auch heute noch fast durchgängig in Handarbeit montiert werden.


Manche von uns neigen allerdings zur Übertreibung (Namen sind der Redaktion bekannt).


Standardisierung, EDV-Unterstützung und Prozessorganisation haben bei d&b vor allem die Funktion, einen freien Kopf für das Wesentliche zu gewinnen. Beispielsweise sind allein siebzehn der inzwischen mehr als hundertundfünfzig Mitarbeiter/innen freigestellt, um ausschließlich Forschung, Entwicklung und Produktpflege zu betreiben.


Aber dann besinnen wir uns und gehen wieder konzentriert an die Arbeit (Shinichiro Yonekura, d&b Japan).


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