Fetissow-Arena, Wladiwostok. Strategische Lage für d&b

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Wladiwostok im Süden der Murawjow-Amurski-Halbinsel gehört seit 1860 zur Russischen Föderation. Russlands wichtigste Verwaltungs-, Handels- und Hafenstadt im „Fernen Osten“ des Pazifik ist Hauptstützpunkt der mächtigen russischen Pazifikflotte und war stets ein bedeutender Wirtschaftsstandort. In ihrer Abgelegenheit wurde die Stadt allerdings nach dem Zerfall der UdSSR regelrecht abgehängt. Dann machte sie mit enormen Investitionen im Hinblick auf ihre Rolle als Gastgeberin des Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgipfels APEC 2012 einen Riesenschritt ins 21. Jahrhundert und kann sich nun aufgrund ihrer geographischen Lage und guten Verkehrsanbindung zunehmend als Wirtschaftszentrum im ostasiatischen Raum etablieren und profilieren. So wurden zum Beispiel zwei neue Brücken gebaut, die Russki-Brücke über den Östlichen Bosporus und die innerstädtische Solotoi-Brücke über das Goldene Horn. Große Bedeutung wurde aber auch der Erschließung und dem Bau von Freizeit- und Sporteinrichtungen beigemessen.

Eine Krönung dieser Entwicklung ist die 2013 eingeweihte Fetissow-Arena, benannt nach einem der besten Eishockeyspieler aller Zeiten. Die Halle ist eine Mehrzweck-, vor allem jedoch Eishockey-Halle und Heimstatt des ebenfalls 2013 gegründeten Admiral Wladiwostok Clubs. Die Arena bietet bei Sport-, Musik- und anderen Kulturveranstaltungen Platz für 5000 bis 7500 Menschen der knapp 600 000 Einwohner Wladiwostoks. „Doch wie viele solche Gebäude hat die Arena eine mäßige Raumakustik, und die Haus-PA, mit der Eishockeyspiele beschallt werden können, eignet sich mitnichten für Konzerte“, sagt Boris Kosyakow von Akkord, der Firma, die Licht und Ton in die Arena bringen sollte. „Ist ja klar, jeder Veranstalter will eine hochklassige PA. Aber hier in Wladiwostok ist es besonders wichtig. Aufgrund der geographischen Lage kann man Künstler internationalen Rangs nur anlocken, wenn sie nicht auch noch mit der Last und den Kosten für eine eigene Anlage anreisen müssen.“

Aber auch umfangreiche strukturelle akustische Maßnahmen reichten nicht aus, um den Sound zu verbessern, also ließ sich Kosyakow von Alexander Aschurkin von Stage Pro beraten, dem größten Proaudio-Vertrieb in der Region. „Für mich sind d&b Systeme wegen ihres neutralen, klaren Klangs, dem leichten Rigging und Tuning eine ideale Wahl. Ich empfahl Boris also, sich an Alexander Soloukin von ARIS Isd. zu wenden, dem d&b Vertriebspartner für Russland.“

„Da Konzerte wegen der geringen Zuschauerkapazität der Arena nie große Profite einfahren würden, war das Budget natürlich ein wichtiges Kriterium für unsere Empfehlungen“, sagt Soloukin. „Ironischerweise erwiesen sich gerade die akustischen Beschränkungen als positiver Faktor. Unser Design basierte auf einem Hauptsystem aus der J-Serie mit Front- und Outfills aus der V-Serie. Damit bekamen wir all die Leistung und die Klangtreue, die die Arena brauchte. Das kontrollierte Abstrahlverhalten des Systems ist so konsistent, dass wir die Zuhörerbereiche mit einem Minimum an Lautsprechern abdecken konnten. Das kardioide Abstrahlverhalten der J-SUBs und J-INFRAs war zusätzlich hilfreich bei der Vermeidung unerwünscht abgestrahlter Energie im Raum.“

„Als Soloukin und sein Systemtechniker Evgeny Schuew im Mai letzten Jahres eine erste Demo machten, erkannten die verantwortlichen Manager die Vorteile des Systems sofort“, erinnert sich Kosyakow. „Und die Menschen hier in diesem entlegenen Teil der Welt lassen sich ganz bestimmt nicht so leicht beeindrucken! Die Vorführung war schon ohne Publikum absolut faszinierend, und das System erwies sich als so effizient, dass noch ein Überschuss vom Budget blieb, mit dem ARIS Digico-Konsolen und Beyerdynamic-Mikros einbringen konnte.“

Die Installation ist abgeschlossen, das System in Betrieb genommen. Die erste Feuerprobe kam für die Arena im Oktober 2014 mit dem Auftritt von Roxette. Und, wie war’s? „Listen to your heart“, um es mit Marie Frederiksson zu sagen.

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