Maddie Ashman

Maddie Ashman komponiert Musik, die man als zeitgenössische Klassik, Ambient oder mikrotonale Musik bezeichnen kann, für Gesang, mikrotonale Gitarre, mikrotonales Klavier und Cello, wobei sie oft mit „Just Intonation“ arbeitet – also reiner, unverfälschte

Wir trafen sie vor ihrer und der neuen Show Ethers ihrer Partnerin FAUZIA im King's Place, um mit ihr über Inspiration und die Arbeit mit Soundscape zu sprechen.

Kannst du uns etwas über Ethers erzählen und was wir heute Abend erwarten können?
Die Beschreibung, die wir für die Show erstellt haben, ist, dass es sich um eine speziell in Auftrag gegebene, räumliche Live-Veranstaltung handelt, die die Grenzen zwischen klassischer und elektronischer Musik überschreitet. Es ist eine multisensorische und intime Performance, bei der es um die einheitliche Erfahrung des Loslassens und Ablegens limitierende Glaubenssätze geht. Es handelt sich um ein völlig neues Werk, und es hat sehr viel Spaß gemacht, gemeinsam daran zu schreiben.

Was sind eure musikalischen Inspirationen?
Unsere Inspirationen gehen auf Meredith Monk und Pauline Oliveros zurück. Die Proberäume in den Einrichtungen von World Heart Beat sind fantastisch. Es war etwas ganz Besonderes für uns, die Zeit zu haben, um mit Klängen und Lautsprechern zu spielen, und es uns neue Möglichkeiten eröffnet, an die wir vorher nicht gedacht hätten.

Welche Geschichte wollt ihr mit eurer Musik erzählen?
Wir haben die musikalischen Elemente so arrangiert, dass sie für jeden Satz unterschiedlich sind. Unsere Show besteht aus vier verschiedenen Sätzen: Der erste steht für Erde, der zweite für Feuer, der dritte für Luft und der vierte für Wasser.

Unsere Show findet auf einer Mittelbühne statt und wir wollten mit dem Sound verschiedene Gefühle erzeugen. In manchen Momenten gibt es dieses Gefühl von Druck, sowohl von innerhalb der Bühne als auch von außen mit dem Publikum in der Mitte. Dafür haben wir richtig große Objekte, die nach innen drücken, während wir nach außen drücken. Aber es gibt auch einige Momente, in denen es sich leicht anfühlt und Objekte durch den Raum schweben, niemals stillstehen, sondern sich ständig im Kreis bewegen und umherschweben.

Inwiefern denkst du, dass Soundscape eure Performance verbessert hat?
Es war eine wirklich interessante Erfahrung, weil man mit so viel Raum spielt, wie man es nicht tun könnte, wenn man nur in Stereo abmischt. Deshalb denke ich, es war wirklich ein Schlüsselerlebnis, für uns beide und in Bezug auf unsere Arbeitsweisen. Das System hat unsere Performance eindeutig verbessert; es bringt einfach eine ganz andere Dimension hinein, die wirklich aufregend ist, und es hat auch echt Spaß gemacht, mit dem d&b Team zu arbeiten – sie waren wirklich sehr inspirierend und eine echte Hilfe.

Als wir die Musik für die Show geschrieben haben, haben wir versucht, die Konzepte und Strukturen relativ offen zu halten, damit die wirklich mega talentierten Live-Musiker – Samuel D. Loveless, Cecilia Morgan, Hani Elias und Michelle Kromin – ihre musikalischen Ideen in die Stücke einbringen konnten. Es hat großen Spaß gemacht, gemeinsam als Gruppe daran zu arbeiten und vor allem in dem Raum mit all den Lautsprechern – ich denke, das war für uns alle echt inspirierend.