Leeds City Varieties: ein Juwel wiedergeboren mit d&b.

© Jon Hutchings City Varieties Music Hall in Leeds

Der Rahmen 

Die City Varieties Music Hall in Leeds ist eine rare Überlebenskünstlerin. Sie ist nicht nur das älteste noch bespielte Theater der Stadt, sondern auch eine der wenigen erhaltenen viktorianischen Music Halls Großbritanniens. Dieses altehrwürdige Juwel wurde 1865 erbaut und beherbergte schon Künstler wie Charlie Chaplin, Marie Lloyd, Harry Houdini und die langjährige BBC-Unterhaltungssendung The Good Old Days, die die Ära der Music Halls wieder aufleben ließ.

Das 467 Personen fassende Auditorium hat eine rechteckige Form mit gusseisernen Säulen, die zwei obere Ebenen tragen. Die Balkone sind mit Stuckornamenten und Medaillons im klassischen viktorianischen Stil verziert. Über der flachen Proszeniumsbühne thront ein bedeutendes Zeugnis der reichen Geschichte des Theaters– ein königliches Wappen. Dieses Wappen soll ein Geschenk von Königin Victorias ältestem Sohn, dem Prinzen von Wales (dem späteren König Edward VII) gewesen sein, als Dank dafür, dass Stillschweigen darüber gewahrt wurde, dass er heimlich seine berühmte talentierte Geliebte, die Schauspielerin Lillie Langtry, im Theater besuchte.

Heute wird die Music Hall von der eingetragenen gemeinnützigen Organisation Leeds Heritage Theatres (LHT) betrieben und spielt weiterhin eine zentrale Rolle im kulturellen Leben der Stadt. „Wir zeigen Comedy, Theater, Bands, Zaubershows, Burlesque, Talkshows und alles dazwischen“, erklärt LHT-Techniker Kieran Ragan.

Wir wollten sicherstellen, dass die Unternehmen, die bei uns zu Gast sind, ausreichend Headroom haben. . . Wir wollten außerdem eine Beschallungsanlage schaffen, die zu den besten ihrer Größenklasse im Vereinigten Königreich zählt, um die Geschichte und die Erhabenheit dieses Juwels angemessen widerzuspiegeln.
Jesse Cloke, Ingenieur, Leeds Heritage Theatres

Da die vorhandene Beschallungsanlage den Anforderungen dieses abwechslungsreichen Programms nicht gewachsen war, schulterte der Veranstaltungsort seit geraumer Zeit die zusätzlichen Kosten für die Anmietung von Systemen. Ragan erklärt: „Unser Hauptziel war es, die Abdeckung, den Schalldruckpegel und die Klangqualität auf jedem einzelnen Platz zu verbessern – für jede Art von Veranstaltung. Wir wollten, dass die Beschallungsanlage Rider-freundlich ist, damit sich die Gast-Tontechniker mit ihr wohl fühlen und damit der Veranstaltungsort besser für Live-Musik geeignet ist. Wir brauchten eine Beschallungsanlage mit ausreichend Headroom für unsere lauteren Konzerte, die aber gleichzeitig detailliert genug ist, um anspruchsvolle Hörsituationen zu verstärken, wie z. B. Theateraufführungen und gesprochene Darbietungen.“

Auf der Suche nach einer Lösung wandte sich LHT im Jahr 2023 an ein Unternehmen, mit dem sie schon lange zusammengearbeitet hatten – das in Bradford ansässige Unternehmen Pro Audio Systems (PAS), dessen Projektleiter Brian Lumb sie durch den gesamten Prozess führte.

Die Anforderungen

„Neben der optimalen Abdeckung war uns ein elegantes, optisch unauffälliges System wichtig, damit unser wunderschönes, denkmalgeschütztes Gebäude beim Eintreffen der Besucher im Mittelpunkt bleibt“, erklärt LHT-Techniker Jesse Cloke. „Wir wollten außerdem eine Beschallungsanlage schaffen, die zu den besten ihrer Größenklasse im Vereinigten Königreich zählt, um die Geschichte und die Erhabenheit dieses Juwels angemessen widerzuspiegeln.“

Lumb erinnert sich: „Eine gute Abdeckung des gesamten Saals, einschließlich der Balkonlogen, war eine wesentliche Voraussetzung. Hinzu kamen Gewichtsbeschränkungen, weshalb wir bei der Auswahl der Lautsprecher sehr sorgfältig vorgehen mussten. Außerdem war es wichtig, die Sicht auf das königliche Wappen über der Bühne nicht zu verdecken – ein echter Blickfang bei der Innenausstattung.“

© Jon Hutchings City Varieties Music Hall in Leeds

In Lumbs Gesprächen mit dem Team von LHT (darunter der Head of Technical and Properties Alan Dawson und der Technical Manager Mark Waters sowie die Ingenieure Ragan und Cloke) kam sehr schnell d&b audiotechnik auf. „Wir haben ausdrücklich d&b gefordert“, erzählt Ragan, „und das hatte nichts mit Markenpräferenzen zu tun. Da wir in einer Reihe historischer Veranstaltungsorte arbeiten, hören wir uns täglich eine Vielzahl von Lautsprechern verschiedener Marken an. Dabei haben wir festgestellt, dass d&b alle Kriterien erfüllt – Klangqualität, Benutzerfreundlichkeit und die Optik der Lautsprecher in unseren Räumlichkeiten. d&b ist sehr bekannt, und das aus gutem Grund. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ihre Systeme viel Rider-freundlicher sind als alle anderen Systeme: Wenn die Gast-Toningenieure unsere Spezifikationen lesen, wissen sie, dass sie in unserem Veranstaltungsort eine großartige Zeit haben werden.“

Lumb war überzeugt, dass die kompakten, vielseitigen und leistungsstarken Produkte aus dem umfassenden Installationsprogramm von d&b eine passende Lösung bieten würden. Mit Unterstützung von Richard McLean von d&b und Kieran Ragan von LHT gelang es ihm, ein Design zu entwickeln, das die Bedürfnisse aller Beteiligten erfüllte und die baulichen Beschränkungen des Gebäudes berücksichtigte.

Wir haben ausdrücklich d&b gefordert, und das hatte nichts mit Markenpräferenzen zu tun. . . wir hören wir uns täglich eine Vielzahl von Lautsprechern verschiedener Marken an. Dabei haben wir festgestellt, dass d&b alle Kriterien erfüllt – Klangqualität, Benutzerfreundlichkeit und die Optik der Lautsprecher in unseren Räumlichkeiten.
Kieran Ragan, Techniker, Leeds Heritage Theatres

Nachdem die Lautsprechermodelle ausgewählt und das Design bestätigt war, stellte sich jedoch das Problem der Lieferzeiten im straffen Zeitplan. Lumb berichtet: „Wir haben sehr eng mit d&b zusammengearbeitet, um sicherzustellen, dass wir die Liefertermine einhalten können. Sie waren uns eine große Hilfe. Wir haben uns vorübergehend Demogeräte von ihnen ausgeliehen, um sicherzugehen, dass das Theater rechtzeitig ein funktionierendes System erhält. Später haben wir sie durch das neue System ersetzt.“

Die Lösung

Das so entstandene System besteht aus einem zentralen Array aus Augmented-Array-Lautsprechern der d&b A-Serie: ein ALi60 und zwei ALi90 Lautsprecher, die installationsspezifischen Varianten, ergänzt durch einen 21S-SUB unter der Bühnenkante und ein Paar Vi-SUB Lautsprecher, die auf einer modernen Traverse neben dem A-Serie Array geflogen werden. Abgerundet wird der Klang im Raum durch eine Auswahl von Punktquellenlautsprechern – je vier 10S und 44S aus der d&b xS-Serie, mit drehbarem Abstrahlwinkel – sowie vier Yi7P-Lautsprecher der Y-Serie. Auf der Bühne befinden sich sechs d&b MAX2 Monitorlautsprecher.

Die Reaktionen des Publikums, der Gast-Tontechniker und der tourenden Künstler waren durchweg positiv. Jeder einzelne Gastkünstler nutzte die neue d&b Beschallungsanlage. „Elvis Costello spielte vor kurzem vier sehr erfolgreiche Shows“, berichtet Adam Norton, leitender Tontechniker bei LHT. „Seine Crew, die selbst mit einem großen PA-System auf Tour war, hat dies gern im Transporter gelassen und war von unserem d&b System schwer beeindruckt!“.

Ragan: „Die Künstler lieben den Raumklang und die Klarheit, die die MAX2 Monitore bieten. Die Toningenieure lieben die Klarheit und den Headroom, und Publikumsgäste auf dem Balkon haben mir berichtet, dass der Klang der beste sei, den sie je gehört haben.“

© Jon Hutchings City Varieties Music Hall in Leeds

Er fährt fort: „Die Gast-Tontechniker bestätigen, wie viel besser der Veranstaltungsort jetzt klingt. Die Bandmitglieder freuen sich darauf, hier zu spielen. Eine tourende britische Comdian fragte: „Ist das ein normales SM58?“, worauf wir antworteten: „Ja, ein ganz normales Shure SM58“. Sie meinte, es klänge anders, weil sie sich selbst deutlicher hören könnte als in anderen Veranstaltungsorten.“

Norton fügt hinzu: „Die Zuschauer und die FoH-Mitarbeiter haben ebenfalls betont, wie viel besser alles aussieht. Die schwarzen Punktquellenlautsprecher sind elegant, haben eine dezente Größe und fügen sich harmonisch in die wunderschöne, reich verzierte viktorianischen Inneneinrichtung ein. Die Tontechniker mögen besonders die 44S Frontfills. Ihre Größe ist perfekt für unseren Veranstaltungsort, sie verbessern die Sichtlinien und liefern für ihre kompakte Größe erstaunlich viel Power. Insgesamt sind wir mit unserer neuen Beschallungsanlage hochzufrieden.“

Ragan fasst zusammen: „Natürlich hat jede Installation ihre Herausforderungen, aber der gesamte Prozess lief schnell und unkompliziert ab. Dank der Expertise von Pro Audio Systems stand uns alles, was wir benötigten, pünktlich zu unserer ersten Show zur Verfügung. Pro Audio stellte uns umgehend ein temporäres System zur Verfügung, so dass wir die neue Anlage installieren konnten, ohne die geplanten Vorstellungen wesentlich zu beeinträchtigen. Ein wirklich erstklassiger Service von Pro Audio Systems und d&b.“

Die Künstler lieben den Raumklang und die Klarheit, die die MAX2 Monitore bieten. Die Toningenieure lieben die Klarheit und den Headroom, und Publikumsgäste auf dem Balkon haben mir berichtet, dass der Klang der beste sei, den sie je gehört haben.
Kieran Ragan, Ingenieur, Leeds Heritage Theatres

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