AufWacken! d&b beim weltgrößten Metal-Open-Air.

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Jeder Metal-Freak kennt Wacken, nicht nur in Deutschland, eigentlich rund um den Globus. Und träumt davon, da einmal eine wilde Woche zu verbringen. Dabei ist die 1800-Seelen-Gemeinde nördlich von Hamburg an sich nicht aufregender als, sagen wir, Häfner-Haslach oder Hennersdorf. Einmal im Jahr allerdings wandelt sich der Ort zum Schauplatz eines wahren Monsterfestivals, zu dem inzwischen jährlich um die 70.000 Menschen pilgern, um auf zwei Bühnen an die 70 Bands zu hören. Keine Frage: Wacken ist Kult. Das ist inzwischen auch bei Nicht-Metallern angekommen, das Festival ist eine ausführliche Meldung in den Tagesthemen wert, und der anrührende Film "Full Metal Village" der Südkoreanerin Sung-Hyung Cho über das Dorf Wacken blieb in keinem Feuilleton unerwähnt und hat mehrere Filmpreise abgeräumt.

Es war im Sommer 1990, als die Mitglieder der Wackener Band Skyline auf die Idee kamen, sich ihr eigenes Festival zu basteln und mit ein paar anderen regionalen Bands selbst für Zuschauer zu sorgen. 800 kamen, dann jedes Jahr mehr zu zunächst nationalen, schnell aber auch internationalen Acts, die alle für einige Tage im August Weideland in Festivalgelände verwandeln, und die Wackener zu Kartenverkäufern, Parkleitspezialisten, Logistikern und Merchandisern werden lassen. Vielleicht liegt der Erfolg des W:O:A ja genau in diesem eigentümlich-liebenswerten Zusammentreffen von Kulturen. Gehört doch zu den Magischen Momenten des Festivals die offizielle Eröffnung – auf einer Nebenbühne – durch die Wackener Feuerwehrkapelle.

Das Band Wackens zum Süden war schon immer stark. Da gibt es z. B. den Metal-Train, einen Sonderzug, der in Stuttgart Fans aus Schwaben, dem Schwarzwald und der Schweiz aufnimmt und dann durch die halbe Republik nach Norden rollt, mit hunderten Metallern an Bord. Oder die Klangversorger aus Karlsruhe, Crystal Sound, die seit es ernst wurde mit dem Festival für laute wie deutliche Verstärkung in Wacken sorgen, natürlich recht bald auch mit Line-Arrays. 2007, als das Festival erneut alle Dimensionen zu sprengen versprach, ließ sich Gerd Gruß in seiner ruhigen badischen Art etwas Neues einfallen: "In den Tech-Ridern, die an die Tonleute aller Haupt-Acts gingen, schlugen wir vor, die J-Serie, in die wir seit Jahresanfang heftig investiert hatten, als Sidefills einzusetzen. Der Techniker von In Flames schrieb zurück, wir könnten die doch auch nach außen drehen und sie als Hauptsystem nutzen. Er hatte die J kurz zuvor mit Slayer erlebt und war ziemlich beeindruckt. Eigentlich fand ich das auch eine gute Idee und holte flugs die Zustimmung anderer Ingenieure und des Veranstalters ein."

Aus dem Mutterhaus in Backnang wurden Produktmanager Werner "Vier" Bayer and der J-Entwickler Matthias Christner herbei gerufen, um gemeinsam ein solides Rigging-Konzept für die nebeneinander platzierten Zwillingsbühnen zu realisieren. "Als Freunde lauter Musik waren wir natürlich ganz begeistert, mit dabei sein zu können," erinnert sich Bayer, "und nicht zuletzt hatten wir gerade die Erfahrungen eines ganzen Jahres mit elektronisch angesteuerten Bass-Arrays ausgewertet."

Das Set-up bestand dann aus abgestimmten Stereo-Rigs aus 22 J8/J12 Lautsprechern pro Seite für jede Bühne mit daneben geflogenen je 12 J-SUBs. "Die Subwoofer-Spalte bot den erforderlichen engen Abstrahlwinkel, um die Energie bis in die letzten Publikumsreihen zu tragen. Aber um den 'Power-Alley'-Effekt zu vermeiden, bauten wir 8 Stacks aus je drei J-SUBs, betrieben im INFRA-Modus, als 'delayed distributed subwoofer array' vor jeder Bühne auf."

Das Ergebnis konnte sich hören lassen: Gemessene Schalldruckpegel von 110 dBA an der FoH-Position sowie 100 dBA im Tieftonbereich bei hundert Metern Bühnenentfernung. Das Subwoofer-Array sorgte dabei für einen breitbandig gleichmäßigen Pegelabfall zu den Seiten hin, passend zum Verhalten der Mittel-Hochton-Systeme. Democracy for listeners also auch in Wacken.

"Alle Tonleute liebten das System; niemand war enttäuscht." Auch für die J-Serie wird also das Festivalmotto gelten: "See you in Wacken – rain or shine."

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