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Bei dem Run auf die Stadionkonzerte, die Coldplay letzten Sommer gegeben hat, musste der britische Verleiher Wigwam die bisherige Ausrüstung der britischen Band – Systeme der J-Serie – mit Lautsprechern der neuen V-Serie aufstocken, und zwar für sehr spezielle Anwendungen, wie uns Tony Smith, Systemtechniker für Dan Green, den langjährigen Soundingenieur der Band erklärte: „Unser Design war so, dass wir Plätze bis hin zur Drumline der Bühne verkauft haben. Dazu brauchte ich eine dritte Hängung von Systemen in einem 180°-Winkel auf jeder Seite der Bühne. Das brachte bestimmte Probleme mit sich, denn je nach Veranstaltungsort musste ich die V-Serie hinter der Haupt-PA aus J-Lautsprechern installieren, sodass sie sich praktisch berührt haben. Line Arrays brauchen immer Abstand voneinander, vor allem wenn es zwei Arrays desselben Typs sind und man zwar begrenzte, aber dennoch einschlägige Kammfilter-Effekte bekommen kann.“ Smith gehört zu der kleinen, jedoch wachsenden Gruppe von Tontechnikern, die in den vergangenen Jahren die Sound-Standards bei Konzerten ganz wesentlich angehoben haben. Für ihn ist die Leistung eines Systems alles entscheidend.

„Ich hatte Sorge, dass sich eine Hängung von J und V in unmittelbarer Nachbarschaft ähnlich auswirken würde. Doch mit Hilfe von ArrayCalc konnte ich sehen, dass die V ein etwas engeres Pattern besitzt als die J und es keine Interferenzprobleme zwischen den beiden Systemen geben würde. In der Praxis habe ich dann festgestellt, dass es absolut stimmte: Was ArrayCalc anzeigt, ist auch in Wirklichkeit so. So etwas erlebt man bei Produktinformationen eines Unternehmens nicht immer.“

Smith setzte die V-Serie dann auch in problematischeren Positionen wie Delay-Arrays in sehr großen Stadien ein. „Wir haben ein Ringsystem installiert, das vom Stadiondach aus geflogen wurde, um auch noch die entferntesten oberen Plätze abzudecken. Das Stadion von Manchester City ist ein gutes Beispiel: Dort hatten wir auf jeder Seite ein Array aus sechs Lautsprechern geriggt. Ich war sehr zufrieden mit den Übergängen beider Systeme in beiden Positionen – sowohl in den oberen Rängen als auch nahe der Bühne, wo das 180°-System auf eine relativ kurze Distanz abstrahlte. Dass die V-Serie einen kleineren 10“-Driver hat, heißt nicht, dass sie nicht genauso viel Luft bewegt wie die J. Das Gewicht ist zwar entsprechend geringer, aber der Klang der tiefen Mitteltöne bis hinauf zu den Höhen war wirklich und wahrhaftig wie bei der J.“

Nach ihrer Europa-Tour im September hat die Band ihre Konzerte in Australien und Neuseeland fortgesetzt. „Die V-Systeme werden wir wieder benutzen“, sagt Tony Smith. „Wie ich gehört habe, sind sie mittlerweile so beliebt, dass man sich wohl früh darum bemühen muss. Ich würde sie auch mal gern zusammen mit den dazugehörigen V-SUBs in Sälen ausprobieren. Auf Tour haben wir die J-SUBs, und die hauen wirklich rein. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die V-SUBs anders sind, also will ich damit arbeiten.“

Die Reise von Coldplay endete an Silvester mit einem fulminanten Auftritt zusammen mit Jay-Z im Brooklyn Barclay Center in New York.

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