Ganz das Gegenteil von leichter Muse. Muse on Tour

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Stockholm – Oslo – Kopenhagen. Drei Shows an drei aufeinanderfolgenden Tagen markierten den Start der laufenden Tournee von Muse. Eine nicht unbedeutende logistische Herausforderung, "aber unsere Verleihfirma Skan PA Hire hat mir die Arbeit unglaublich leicht gemacht. Uns war von vorne herein klar, dass wir mit drei Back-to-back-Shows beginnen würden, die hunderte von Fahrtkilometern auseinander lagen." beschreibt Production Manager Chris Vaughan seine Tourvorbereitungen. "Es gab keine Zeit, um vor Ort am Packsystem herumzutüfteln, also haben wir das schon in der Vorplanung sehr genau ausgearbeitet. Es musste schnell gehen, sehr schnell. Wir haben 17 Trucks, davon zweieinhalb für die PA. Nach der ersten Show haben wir knapp über zwei Stunden gebraucht, bis wir aus der Halle waren." Das mutet noch nicht sehr schnell an, bis Vaughan das ganze Ausmaß der Show erklärt. "Das ist eine 360°-Show, es gibt rundum Licht- und LED-Systeme, eine PA mit geflogenen Subs und mehreren Side- und Rear-Hangs. Mittelbühnen sind immer knifflig, aber Skan hat ein sehr praktisches und schnell zu handhabendes System zusammengestellt."

Was Skan da zusammengestellt hat basiert auf der J-Serie. Für den langjährigen Tontechniker von Muse, Marc Carolan, eine entscheidende Veränderung. "Mein erster Eindruck war, dass das Subwoofer Array wirklich funktioniert." Gemeint sind die in d&b ArrayCalc implementierten Algorithmen, die beim Einsatz eines Subwoofer Arrays passende Verzögerungszeiten für eine optimale Bassabdeckung errechnen. "Ich habe Anfang des Jahres bei Snow Patrol damit gearbeitet. Es war schnell umzusetzen und hat uns beständig gute Ergebnisse geliefert."

Doch bei Muse geht es um mehr als nur um den Bassbereich. "Da wir 360° bespielen, wollte ich klangliche Konsistenz ringsherum. Alles sollte perfekt harmonieren und überall den gleichen Lautsprechertyp zu verwenden, hat uns dabei sehr geholfen. Was ich davon halte, jetzt, da wir mitten in der Tour sind? Ein fantastisch klingendes System, Headroom ohne Ende und sehr präzise." Muse sind bekannt für ihre komplexen Arrangements - das live umzusetzen, ist nicht leicht. "Ich nutze die volle musikalische Dynamik", sagt Carolan. "Bei Muse kann der Sound sehr dicht werden, aber mit der J-Serie bekommt man das gut in den Griff. Ich packe sehr viele Sound-Layer übereinander, und die J bringt alles problemlos rüber." Und er fügt hinzu: "Skan hat ein tolles Paket für uns geschnürt. Alles ist sehr schnell aufzubauen, nicht nur das Subwoofer Array, auch das System im Allgemeinen."

Verantwortlich dafür zeichnen Chris Fitch und Matt Vickers von Skan PA, unterstützt von Paddy Hocken, Crew Chief der Tour. "Paddy kam im Sommer zu uns und hat sich das System bei Take That angesehen. Wir hatten dort ähnliche Wagen für die Verstärker, aber wie Paddy so ist, hat er das Konzept noch etwas verbessert. Skan hat für das Subwoofer Array etwas gebaut, das perfekt in die Unterkonstruktion der Bühne passt." erklärt Vaughan, und Hocken führt einige Details aus. "Im Sub-Array sind pro Position zwei J-SUBs platziert. Wir haben dafür einen speziellen Dolly, in dem nicht nur die Lautsprecher, sondern auch die Verstärker und alle Kabel untergebracht sind. Es gibt zwei Master-Wagen mit passend abgelängten Kabelpeitschen, damit man sich bei der Verkabelung des Arrays nicht vertun kann. Für die geflogenen J-Arrays funktioniert das genauso. Für die Lautsprecher gibt es Vierer-Dollys und zu jedem Hang einen Master-Dolly mit dem Flugrahmen, auch dort stehen passend abgelängte Socapexkabel und Auflösungen auf EP5 zur Verfügung, um Verkabelungsfehler innerhalb der Arrays auszuschließen."

Muse wird dieses Jahr auch durch die USA, Japan, Australien und Neuseeland touren. Der durch Vaughans sorgfältige Vorausplanung realisierte Geschwindigkeitsvorteil zahlt sich angesichts des engen Tourplans voll aus – so sehr, dass er das Skan-System mitsamt der Crew in die USA mitgenommen hat. Aber gibt es für Vaughan auch noch etwas anderes als technische Perfektion? "Die Band ist in Hochform. Die Show ist absolut energiegeladen und die Jungs geben Abend für Abend 120 Prozent! Ich wusste im Voraus, dass wir mit einem Tonmeister wie Marc Carolan und einem d&b System soundmäßig ganz weit vorne stehen, und doch bin ich jedes mal wieder vom Ergebnis verblüfft."

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