J-Serie beschallt 80.000 beim Bonnaroo Music and Arts Festival.

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Kaum zu glauben: Innerhalb weniger Jahre ist das einstige Hippie-Love-In in Manchester, im Herzen von Tennessee, zum erfolgreichsten und meistbesuchten Festival Amerikas herangewachsen. Überdies ist es ein bunter Jahrmarkt für schrille Selbstdarstellungen, künstlerische Darbietungen und Kunstgewerbe jedweder Art. Wo 2002 noch knapp 50 Jam Bands über die Bühnen rockten und rifften, wurden im Juni 2007 150 Musikgruppen aufgefahren. Drei Tage lang begeisterten sie 80000 Besucher rund um die Uhr in einem weiten Spektrum von Electronic, Jazz oder Hip Hop über Country, Bluegrass und Reggae bis hin zum Gospel. Kurz, es gab für jeden etwas, und ganz offensichtlich hatte auch jeder etwas davon.

Tool, das Dark-Metal-Freitagabend-Highlight, war etwas für Leute, die es düster, laut, und abgedreht mögen, während am Samstag eher Mainstream dran war, getoppt von den wiedervereinten Police. Und zum Schluss ging's zurück zu den musikalischen Wurzeln des Festivals: Widespread Panic, von Anfang an Bonnaroo-Stammgast, performte am Sonntag drei Stunden lang fulminanten, virtuosesten klassischen Southern Country Rock und Blues.

Chris Rabold, FoH für Widespread Panic, war ganz in seinem Element. "Ich glaube, wir haben die J schon öfter benutzt als jede andere Gruppe in den USA. Wir haben fünfmal die Woche einen Gig und spielen je drei Stunden. Ich denke, ich kann mittlerweile beurteilen, wie die J in den unterschiedlichsten akustischen Umgebungen klingt. Ich habe sie fast von Anfang an eingesetzt, das heißt, sobald sie in den USA zu bekommen war. Widespread Panic ist vor einiger Zeit zu EDS (Eighth Day Sound) gewechselt, dort wurde ich zum ersten Mal auf d&b aufmerksam. Damals hatten wir zwar noch ein anderes Hauptsystem, doch für mich war schnell klar, dass man durch die unterschiedlichen Größen, Abstrahlverhalten und Leistungsfähigkeiten der Systeme der d&b Produkt-Range und durch die freie Skalierbarkeit an den einzelnen Veranstaltungsorten ganz leicht problematische Lücken füllen kann, und das bei qualitativ gleichbleibendem Klang. Egal, welche Serie ich getestet habe – mich hat's einfach umgehauen. Als wir dann mal in einem Casino aufgetreten sind, haben mir die Jungs von Eighth Day ein paar kleine Qs aufgeriggt – dabei passten dort immerhin 2500 Leute rein; aber sie meinten, ich solle ihnen vertrauen. Ich war ziemlich nervös, aber nach dem dritten Song war ich bester Laune, denn es war einfach nur super gut."

"Um die extrem große, offene Publikumsfläche bei Bonnaroo abzudecken, haben wir an beiden Seiten der Festival-Hauptbühne je zwei J-Säulen installiert", erklärt Owen Orzack von EDS. "Geflogene J-Subs wurden mit B2-SUBs im INFRA-Modus aufgestockt, um den Tiefbassbereich zu erweitern, ohne das Wummern zu verstärken. Als Monitore hatten wir M2s mit C4/B2 Sidefill, M2s sowie C7-SUBs nahmen wir als Drum-Monitore und Q10s für den Frontfill. Das Delay lief über dV-Dosc."

Auch wenn ein Festival eine andere Geschichte ist als der normale Tourbetrieb, ist dieses J-Rigging im Grunde ähnlich wie bei den Touren von Tool oder Widespread Panic in Hallen und Stadien. Aber wie lässt sich das auf ein so großes Open-Air übertragen, und wieso passt die J so gut für eine so dichte und komplexe Performance wie die von Panic? "Wir waren schon öfter beim Bonnaroo-Festival, es sind unsere besten Shows. Doch nie zuvor mit der J", sagt Rabold. "In diesem riesigen, weitläufigen, offenen Gebiet ist das Mischpult 50 m von der Bühne entfernt. Ich wollte einen maximalen Schalldruck von 104 dBA am Pult. Was mir auf der Hauptbühne gefällt, ist der große Headroom und die Wahnsinnspower, ohne dass einem die Ohren dröhnen."

Auch Tool-FoH-Ingenieur Al "Nobby" Hopkinson meint: "Das System war kaum größer als unser Tour-Equipment. Der einzige Unterschied: Ich war so weit entfernt, dass ich ziemlich viel regulieren musste. Ich mische an einem XL4, den EDS freundlicherweise für mich eingeflogen hat. Bei Tool muss ich viele extreme Dynamiken in den Griff bekommen, also läuft bei mir viel über Kompression, aber der Klang war großartig. Ganz ehrlich, die J ist mithin das einzige System, mit dem man große Unterschiede in der Dynamik rüberbringen kann."

Die einfache Handhabung war während des ganzen Festivals ein Kriterium. EDS hat auch die Themenzelte (Jazz, Press, Comedy und Cinema) mit d&b ausgestattet, 12 EDS-Techniker waren auf dem gesamten Gebiet, einschließlich der Hauptbühne, zugange. Rabold ist voll des Lobes: "Die Jungs waren einfach perfekt, sie machen mir das Leben leicht." Und er schließt: "Wir haben unser eigenes Digidesign Venue mit aufs Festival gebracht. Die Latte zwischen Digidesign und d&b hängt richtig hoch. Dort in Deutschland hat offebar jemand seine Seele an den Teufel verkauft – das System ist fantastisch."

Übrigens: Bonnaroo ist ein Cajun-Wort, also Kreol – 'bon/bonne' (franz. 'gut') und 'rue' (franz. 'Straße') –, und meint im übertragenen Sinn 'eine richtig gute Zeit'. Die Veranstalter, die ihren Gästen richtig gute Live-Musik bieten wollen, beziehen sich mit dem Festival-Namen auf die reiche Musiktradition von Louisiana, und nicht zuletzt ist er eine Hommage an die R&B-Legende Dr. John aus New Orleans, der den Begriff 1974 mit seinem Album Desitively Bonnaroo berühmt gemacht hat.

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