J und Q gehen ins Konzert nach Schönbrunn. Und spielen für Europa.

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Am Ende der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft sollte dieses Konzert unter freiem Himmel die kulturellen Werte widerspiegeln, für die Europa steht. Eine würdige Art und Weise, den Stab an die nächste Nation weiterzugeben. Der österreichische Bundespräsident und der Kanzler der Alpenrepublik waren ebenso anwesend wie wichtige Persönlichkeiten aus der nationalen und internationalen Politik, der Wirtschaft, den Künsten und den Wissenschaften. Ganz zu schweigen von den Celebritäten auf der Bühne ...

Bei diesem spektakulären Sommerereignis spielten die Wiener Philharmoniker vor der prächtigen Kulisse des Schlosses Schönbrunn unter der Leitung von Plácido Domingo ein Programm aus bekannten Klassikern von Mozart, Schostakovitsch und Schumann. Der Gaststar Juan Diego Flórez erfreute das Publikum mit seinem sonoren Tenor und einer ebenso vielfältigen Auswahl, deren Höhepunkt, "La Donne è mobile" von Giuseppe Verdi, die Menge zu Ovationen mitriss.

Zur Zahl der Zuschauer gibt es unterschiedliche Schätzungen. "Vielleicht Hunderttausend", meint Martin Rode von d&b. "Auf jeden Fall mehr als die Sechzigtausend, die wir erwartet haben," ist sich Tontechniker Holger Münz sicher. In jedem Falle eine riesige, weitläufig verteilte Menge, die dank der Bemühungen des Beschallungsunternehmen Crystal Sound in den vollen Genuss der majestätischen Aufführung kam. "Ich habe das System Layout mit Unterstützung von d&b in Deutschland entworfen", erläutert Münz. "Wir haben das neue J-Serie-System benutzt. In den vergangenen Jahren haben wir hier auch schon andere Systeme verwendet, das Konzert findet seit 2004 jährlich statt, aber dieses System ist einfach perfekt."

Rode beschreibt das eingesetzte Gesamtsystem: "Ein Hauptstereosystem der J-Serie auf der Bühne, mit zwei Ringen von J-Serie-Delays; einer bei 90 Metern und ein weiterer bei 200 Metern; dahinter, in einer Entfernung von 320 Metern, wurden Q-Serie-Lautsprecher aufgestellt. Das Nearfill im Bühnenbereich wurde durch Q7-Lautsprecher abgedeckt, mit einem zusätzlichen Wide Area Fill durch ungefähr vierzig Meter von der Bühne entfernt an den Außenseiten aufgestellte C7-Lautsprecher. Holger Münz stellte die Delays zusammen mit dem Produktionsdirektor Michael Rabold ein. Durch ROPE C ferngesteuert wurden der EQ und das Delay an den D12 Verstärkern eingestellt, mit einem Master Time Delay und Filter von Soundweb an der FOH-Position. Tatsächlich wurde gar kein EQ benötigt, nur die normale HF-Kompensation für die ersten beiden Lautsprecher an der Oberseite des Stacks.

Ein großartiges Programm und ein gut eingestelltes System waren aber noch nicht Alles, das Wetter spielte ebenfalls ein Rolle. "Das Konzert war drei Wochen zuvor wegen heftiger Regenfälle abgesagt worden", erzählt Münz, "und an diesem Abend gab es vereinzelte Schauer. Die Zuschauer waren jedoch darauf vorbereitet und sorgten für mein größtes Problem an diesem Abend. Alle hatten leichte Plastikregenmäntel dabei. Bei schweren Schauern wirkte der Aufprall der Regentropfen auf den Kunststoff wie weißes Rauschen. Ich musste die Lautstärke hochfahren, um die unteren Teile des Orchesters in ein gutes Verhältnis zum Regenlärm zu bringen". Ganz andere Bedingungen als in einer Konzerthalle; dennoch gelang es Münz, die PA auf einem angemessenen Konzertpegel zu halten, mit Peaks bei 100-102 dB, also Alles im grünen Bereich, Regen hin oder her. Der begeisternden Stimmung im Publikum tat der eh keinen Abbruch.

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