Hillsong-Konferenz in London. Und das Wort ward d&b

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Unglaublich – das gigantische ExCel Exhibiton Centre in den Londoner Docklands ist innerhalb von gerade mal vier Jahren für die Hillsong Europe Conference zu klein geworden. 2010 zogen die stetig wachsenden europäischen Tochtergemeinden der 1983 in Australien gegründeten Pfingstbewegung Hillsong Church für ihre dreitägige Jahresversammlung in die noch gigantischere O2 Arena auf der Greenwich Peninsula. Um diesen Zustrom wird die Kirche von wohl so manchem Popstar beneidet... Die Konferenz – eine Art Familientreffen mit Reden, Vorträgen, Diskussionsveranstaltungen, Tanz und Theater – ist für Chris Johnson, den leitenden Tontechniker der Kirchenorganisation, das wichtigste Datum im Gemeindejahr.

„Unsere Kirche kann bei Veranstaltungen technisch sehr viel selbst machen“, sagt Johnson. „Wir haben eine umfangreiche eigene d&b Ausstattung aus Systemen der Q-, C- und E-Serie, außerdem unterstützt uns Wigwam schon seit vielen Jahren.“ Für den Event in der O2 Arena hat er von Wigwam eine J-Serie besorgt, die Tontechniker aber waren alle von der Gemeinde. „Im Dominion Theatre in der Tottenham Court Road im Zentrum Londons finden regelmäßig Sonntagsgottesdienste statt, und die Gemeinde hat insgesamt ungefähr hundert Freiwillige, die dort in Gruppen zu je dreißig Leuten im rollierenden System Licht, Sound, Video und andere Medien bedienen. Obwohl es sich um ehrenamtliche Helfer handelt, haben sie viel Erfahrung. Immerhin haben wir jedes Jahr auch auch einige Veranstaltungen in der Royal Albert Hall, in der Wembley Arena, im Wembley Conference Centre und im Hammersmith Apollo, die wir alle selbst ausrichten können.“

Mick Spratt von Wigwam leiht Johnson und dem Hillsong-Team bedenkenlos die Anlage. „Chris ist ein sehr erfahrener Toningenieur, und seine Leute haben im Grunde genau so viel Erfahrung wie unsere eigenen Mitarbeiter – sogar noch mehr, wenn es darum geht, eine Veranstaltung mit ständigem Wechsel von Sprache und Musik zu benutzen. “ Dennoch hat Wigwam ein Team von fünf Technikern abgestellt, „vor allen Dingen um sicherzugehen, dass die Anlage rechtzeitig geliefert, installiert und richtig geriggt wurde. Ein Spezialist half ausschließlich dabei, ein – auch für die Standards von Wigwam – umfangreiches Set-up für die Drahtlos-Mikros zu installieren.“ Johnson ist sich mit Spratt einig: „Mein Team verfügt über die erforderlichen Kenntnisse, aber es ist immer ein Frage der Dimension: Im Dominion haben wir zwölf Radiokanäle, in der O2 Arena waren es an die fünfzig! Von Wigwam und ihrem hilfsbereiten Spezialisten konnten wir viel lernen.“

Auch Johnsons Wahl der PA war reiflich überlegt: „Wigwam hat drei Systeme zur Auswahl, und ich halte die J-Serie für unsere Zwecke für die beste. Ich habe schon mit vielen anderen großen Line Arrays gearbeitet und finde die J für die unterschiedlichen Erfordernisse, die wir an ein System stellen, absolut perfekt. Zum einen kann ich mit der J mit einem kürzeren Array den Saal abdecken und habe so weniger Probleme mit den Sichtlinien der Leute auf die Bühne und den Kollegen der Videotechnik. Zum anderen tragen viele Leute Knopflochmikrofone - da bin ich auf ein sehr kontrolliertes Abstrahlverhalten der Hauptarrays und feinfühlige Pegelkorrekturen meiner Q7 und Q10 Frontfills angewiesen. Um das noch besser im Griff zu haben, mache ich auch reichlich Gebrauch von Subgruppen mit unterschiedlichem Processing. Für die Band gibt es zum einen eine Gruppe mit einem EQ welcher den rockigeren Passagen Rechnung trägt, während eine zweite das Signal unbearbeitet für die Untermalung der Theateraufführungen bereitstellt. Nach Bedarf greife ich bei den diversen Sprachdarbietungen und Reden, die wir den Tag über haben, ein. Unsere Vortragenden und Gastredner sind zwar sehr erfahren, aber ein wenig Feinentzerrung ist für eine optimale Sprachverständlichkeit immer mal wieder von nöten.“

Johnson ist mit dem Event rundum zufrieden. „Aus meiner Sicht ist die J-Serie für diese Art von Veranstaltung unübertroffen; sie klingt gut bei Live-Musik und bei Reden und sie bringt auch eher Hi-Fi-mäßige Sachen gut rüber. Das präzise Abstrahlverhalten ermöglicht mir einen problemlosen Umgang sowohl mit Ansteckern als auch mit Head-Sets. Die Europakonferenz ist das größte jährliche Treffen in Großbritannien, und an die Technik werden besonders hohe Ansprüche gestellt. Wir müssen alles in erstklassiger Qualität übertragen, aber das muß für das Publikum so transparent geschehen, dass sich die Menschen voll und ganz auf die Inhalte kontrzentrieren können. Die Wahl des richtigen Systems sowie die Erfahrung und Unterstützung von Wigwam haben uns dazu verholfen, diese komplexe Veranstaltung in der größten Halle Englands ohne jeden Kompromiss im Sound auf die Bühne zu bringen.“ Vom 21. bis 23. Juli 2011 ist es dann wieder soweit - in der Londoner O2 Arena.

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