Uppsalas neuer Ear- und Eyecatcher. Das Konsert & Kongress Huset.

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Das Städtchen Uppsala, Heimstatt der ältesten Universität Skandinaviens von 1477, kann sich nun mit dem neuesten öffentlichen Gebäude als einer der bedeutendsten Architekturleistungen in Schweden schmücken, dem Uppsala Konsert & Kongress (UKK), Konserthuset oder Musikens Hus. Nach jahrzehntelangen Querelen um den Bau eines Konzerthauses gewann das Büro des dänischen Architekten Henning Larsen 2002 die Ausschreibung. Kurz nach der Eröffnung von Larsens berühmter Königlichen Oper in Kopenhagen (2005) fand in Uppsalas Altstadt die Grundsteinlegung für den spektakulären "Uppsala-Kristall" statt, der im September 2007 eingeweiht wurde. Der große Konzertsaal (stora salen) mit 1125 Sitzplätzen nimmt das gesamte oberste Stockwerk ein, auf den anderen Etagen gibt es zwei Auditorien für je 350 (plus 440 Stehplätze) und 110 Besucher (Sal B und Sal C) sowie weitere größere und kleinere multifunktionale Säle, Studios und andere Räume. Dank der durchdachten technischen Ausstattung kann selbst der Ausstellungs- und Bankettbereich samt Café im Erdgeschosses problemlos in einen Veranstaltungsraum mit 1500 Stehplätzen umgewandelt werden (Sal D). Hans "Surte" Norin, einer der bekanntesten schwedischen Toningenieure, hat die Planung seit 2005 begleitet und ist nun Technischer Direktor des UKK. "Ein technisches Hauptkriterium war der Klang", sagt Norin. "Da es kein hauseigenes Orchester gibt, wollten wir das Haus grundsätzlich für alle Arten von Musik einrichten. Es sollten dort selbstverständlich Symphoniker auftreten, aber auch Chöre, Kammermusiker, Bands sowie Instrumental- und Vokalsolisten; die Klangqualität sollte immer gleich gut sein, ob bei klassischer Musik, Jazz-, Folk- oder Rockkonzerten." Für die akustischen Anforderungen, dem das UKK genügen sollte, wandte sich Norin an den schwedischen d&b Vertriebspartner Arva Trading. "Surte ist schon lange überzeugter d&b-Kunde", sagt Olof Arvidsson von Arva. "Er wusste ganz genau, was er klanglich erreichen wollte – das ist bei solchen großen Installationen immer ausgesprochen hilfreich. Wir fanden, dass eine Konfiguration der Q-Serie für den großen Saal ideal sei, was uns der d&b Application Support in Backnang auch bestätigte. Also ging's los. Am wichtigsten waren Surte Flexibilität und Leichtigkeit der PA, er brauchte ein System, das er schnell riggen und genauso schnell auch wieder abbauen kann, denn im großen Saal kann man die PA nicht an die Decke ziehen und im Dachstuhl unsichtbar verstauen, wie es bei klassischen Konzerten erforderlich wäre." Die ganze Audioausrüstung muss leicht transportabel sein, war Norins Devise, nicht nur in den kleineren Auditorien: "Selbst und gerade auch die PA im großen Saal, einschließlich der D12 Verstärker-Racks in ihren fahrbaren Flight Cases oben am Dach. In Saal B habe ich M4 Monitore und Q7s und im großen Saal Q1s zusammen mit J-SUBs, weil ich damit den verschiedenen Musikrichtungen gerecht werden kann." Beim Mix wendet Norin die gleiche Philosophie an: zwei Digidesign Profiles und eine D-Show für volle Kompatibilität. "Konsolen und PA passen klanglich perfekt zusammen. Weder die einen noch die andere verfälschen den Klang. Ich brauche fast nie ein zusätzliches EQ-System. Mit meiner Ausrüstung kann ich in jedem Raum jede gewünschte Veranstaltung beschallen, und wenn bei schönem Wetter draußen auf der Plaza etwas stattfinden soll, ist die ganze Chose in knapp einer Stunde geriggt. So einfach ist das." Und bei schönem Wetter hat man von dem 37 m hohen, kristallin gebrochenen Monolith mit der reflektierenden Titaniumfassade auch noch einen großartigen Panoramablick auf Uppsala.

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