Frankfurt in der Ersten Liga. Jetzt auch in der Oper.

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Erwähnt man Deutschland und Oper in einem Satz, denkt man außerhalb der Grenzen meist zuerst einmal an Bayreuth und Richard Wagner. Doch damit ist Deutschlands Beitrag zum europäischen Opernschaffen bei Weitem nicht abgegolten.

So wurde die Oper Frankfurt von der renommierten Fachzeitschrift opernwelt seit 1995 bereits drei Mal zum Opernhaus des Jahres gekürt, und dass fünfzig führende Opernkritiker so ein Lob aussprechen, ist immerhin keine Kleinigkeit. Bei der Planung der neuen d&b Beschallungsanlage im großen Saal wurde daher auch Wert auf größte Sorgfalt und Präzision gelegt, wie Peter Tobiasch, Leiter der Tonabteilung der Städtischen Bühnen Frankfurt am Main, betont.

„Zwei Zentimeter mehr – und wir hätten das Ganze abblasen müssen. Dabei war dies das einzige mittelgroße Line Array System mit der erforderlichen Qualität, das wir überhaupt platzieren konnten“, erklärt er. Die neue PA hinter den Paneelen seitlich der Bühne durfte die Sicht im Saal keinesfalls beeinträchtigen oder dessen Aussehen verändern. Architektonische Vermächtnisse sind heutigen Systemdesignern und -technikern natürlich nicht fremd, dennoch musste sich selbst die erfahrene Frankfurter Nies electronic GmbH einigen Herausforderungen stellen. „Die konkrete technische Planung haben wir selbst gemacht“, sagt Tobiasch, „es ist jedoch gesetzlich vorgeschrieben, dass wir das System über einen Vertrieb erwerben. Bevor wir unsere Wahl treffen konnten, mussten wir Kostenvoranschläge von sieben Firmen einholen. Nies hat die Testreihe organisiert, verschiedene Systeme kalkuliert und uns schlussendlich für unsere Wahl einen guten Preis gemacht.“

Dass Nies das Rennen gemacht hat, liegt zum einen an ihrem Engagement und ihrer Qualität, zum anderen an ihrer langjährigen, stabilen Zusammenarbeit mit d&b, „vor allem der Zusammenarbeit von Reinhard Richter mit Ralf Zuleeg, Application Support, und Werner "Vier" Bayer vom Product Management in Backnang“, bestätigt Tobiasch.

Das neu installierte System ist schnell erklärt: T10 hinter den Paneelen, darunter T-SUB und B4-SUB Arrays für die Winkel, die in Bezug auf den Saal und die Bühne geplant waren und erreicht werden mussten. „Um einerseits auf allen Rängen, in den Logen und auf den Balkonen eine optimale Klangabdeckung zu erzielen und um andererseits in den Raum zu passen und den architektonischen Vorschriften zu genügen, musste die Standard T-Serie umsichtig modifiziert werden.“ Zu dem Ergebnis und zur Präzision des Systems sagt Tobiasch klar und deutlich: „Das System klingt sehr ausgewogen und ist frei von hörbaren Resonanzen, Kammfiltern oder Phasing". Für mich ist das herausragendste Qualitätsmerkmal, dass die d&b Lautsprecher selbst kein Geräusch machen, dass man also Instrumente und Stimmen, Musik und Sprache hört und nichts anderes. Das alte System war gar nicht so schlecht, aber T10, T-SUB und B4-SUB sowie Q7 für Nearfill und Spezialeffekte spielen einfach in einer anderen Liga, dahinter steckt eine ganz andere Klangphilosophie für eine neue Ära: klar, natürlich und leicht zu bedienen bei hervorragenden Resultaten.“

Seit über zehn Jahren arbeitet Tobiasch an der Beschallung des Saales mit der „Stimme Gottes“. Zuerst 2001 mit einem kleinen Rechts-Mitte-Links-System aus Ci90 über der Vorbühne zusätzlich zu Ci60 und Ci-SUBs. „Die Opernsänger und das Orchester werden natürlich nicht verstärkt. Die B4-SUBs kommen jedoch zusammen mit den Bühnenlautsprechern bei Effekten wie Donner zum Einsatz, wenn Orgelmusik wie in einer Kathedrale klingen soll oder wenn das Publikum direkt im Klang sitzen soll, der real oder virtuell von der Bühne kommt. Das System wird selbst in unserem so häufig bespielten Haus für Konzerte oder andere Veranstaltungen genutzt. Ich arbeite seit 23 Jahren mit d&b Systemen, auf Tour und auch hier im Haus. Ich hatte hohe Erwartungen, die sich erfüllt haben. Das ist erste Liga.“

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