Arabien sucht den Dichterstar

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"Soweit ich denken kann, stets hielt gefangen / Das Schicksal grausam mich in seinen Zangen. / Schad, dass uns angerechnet wird die Zeit, / Die ohne Wein und Liebe uns vergangen." Die Rubaiyat, vierzeilige Sinnsprüche, des persischen Dichters und Gelehrten Omar-i-Khayyam (ca. 1050–1123) zählen sicherlich zum Schönsten und Tiefsten, das uns von der Poesie des östlichen Diwans überliefert ist. In dieser Tradition sehen sich die Veranstalter und die 35 Teilnehmer – aus über 5000 Bewerbungen ausgewählt – des "Dichterwettstreits", der in Abu Dhabi ausgetragen wurde. Er ist Teil einer Kulturoffensive, die zum einen die Emirate für das internationale Verlagswesen attraktiv machen will und zum anderen der arabischen Lyrik wieder auf den Rang zurückverhelfen will, den sie einmal innehatte. Die Suche nach dem "Poet Prince", dem "Amir al Chouara’q" findet jedoch nicht in staubflirrenden Bibliotheken, umgeben von Schmökern in porigen Schweinsledereinbänden mit goldgetriebenen Buchrücken statt, sondern in einer Glitter- und Glamourshow mit langbeinigen Moderatorinnen, riesigen Videoleinwänden und einer lila angestrahlten Drehbühne. In einem Format also, in dem Deutschland den Superstar sucht oder Amerika sein Idol, tragen junge Teilnehmer aus allen arabischen Ländern vor Juroren – allesamt renommierte Wissenschaftler und Dichter – eigene Gedichte vor und zwar im traditionellem Beduinenstil "Nabati". Übertragen wurde die Show zehn Wochen lang freitags aus dem Shatek-al-Raha-Strandtheater. Namhafte Scheichs und deren VIP-Gäste saßen im Publikum, daher musste natürlich auch der Sound perfekt sein. "Wir wussten, dass Triangle Entertainment Services passende Systeme liefern kann und auch die Einweisung der Tontechniker sowie den Support übernimmt," sagt Samer Younes, der technische Leiter von Abu Dhabi TV. Für diese Veranstaltung, bei der jede Artikulationsnuance zählt, konnte die im Theater installierte PA nicht ausreichend für Klangreinheit und Sprachverständlichkeit sorgen. "Jede noch so subtile Stimmmodulation transportiert Sinn", erläutert Zahid Elian von Triangle. "Wir empfahlen den Veranstaltern die Q-Serie, die höchsten Ansprüchen an die Klangreinheit genügt und mit der das ganze Theater beschallt werden konnte. Überdies ist sie so kompakt, dass sie die tolle Architektur des al-Raha nicht stört. Für uns ist es das beste System, das man mit Geld kaufen kann." Triangle installierte zwei geflogene Line Arrays mit je fünf Q1 und zwei Q-SUBs, dazu zwei Q7 in der Mitte und vier M4 als Sidefills sowie zwei als Monitore, alle über acht D12 Verstärker befeuert und mit ROPE exakt bedien- und überwachbar. "King of Sound for Prince of Poets" war die Devise der Veranstalter, die sowohl für den Inhalt der Show als auch für die hervorragende Produktion in der gesamten arabischen Welt viel Lob ernteten. Fast 20 Millionen Fernsehzuschauer wählten am Schluss per SMS ihren Lieblinspoeten: Abdul Kareem Matouk, "Nationaldichter" der Vereinigten Arabischen Emirate. Und, mit 1 Million Petro-Dirham (ca. 200.000 Euro) dotiert, fast schon ein kleiner Nobelpreis.

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