Raffinierte neue Klänge: Chicago, das Musical

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Im März starteten David Ian Productions die neue Tour des Musicals Chicago durch Großbritannien. Der anhaltende Erfolg zeigt, dass es als eine der coolsten und raffiniertesten Shows auf den derzeitigen Musical-Bühnen gilt. Seit der Premiere vor zehn Jahren auf dem Londoner Strand waren die Schlüsselworte hinter den Kulissen grundsätzlich "Verbesserung" und "Innovation" gewesen; musikalische Neuerungen, Raffinesse und Frische haben das Publikum immer wieder zurück gelockt. Dieses Jahr hat der Sound-Designer Rick Clarke mit einem System aus 40 Lautsprechern der T-Serie ein wesentliches Novum in der PA eingeführt, das ihm der Sound- und Communication-Spezialist Orbital Sound geliefert hat. Chicago ist die erste Großveranstaltung, auf der die brandneue T-Serie zur Anwendung kommt, ein System, das bekanntlich sowohl als kompaktes Line Array als auch als Punktquelle genutzt werden kann. Für Rick ist die Flexibilität in der Konfiguration ein großes Plus, denn er muss die PA jedes Mal auf die speziellen Erfordernisse der einzelnen – und ganz unterschiedlichen – Veranstaltungsorte auf der Tour abstimmen. "Meinem Design für die Tournee lag ganz einfach eine pragmatische Überlegung zugrunde: Im Gegensatz zu unserer Tour 2001 sind wir nun nicht alle zwei Tage, sondern jeden Tag an einem anderen Ort. Bislang habe ich die Q-Serie verwendet und ich wollte auf keinen Fall Abstriche an der ursprünglichen Dynamik der Show machen. Als Orbital Sound mich zu einer Sound-Demo der T-Serie eingeladen hat, war ich sowohl von der Klangqualität an sich als auch von deren Verhältnis zu Größe und Gewicht der Boxen begeistert." Beim Tournee-Auftakt am 9. März im Alhambra Theatre in Bradford wurde die T-Serie zum Beispiel als Line Array geflogen: fünf Mini-Arrays aus je vier T10 und einem T-SUB. Oder im Princess Theatre in Torquay: vier Arrays plus zwanzig Punktquellen. In ganz großen Theatern wie im Liverpool Empire werden die langen, geflogenen Arrays von Punktquellen und Downfills unterstützt. Die Entscheidung, in die T-Serie als Herzstück der Ausstattung zu investieren, war für Orbital Sound selbstverständlich. Chris Headlam sagt: "Die T-Serie ist nicht nur ein Fortschritt, sondern ein Durchbruch, nie zuvor gab es eine so große Flexibilität mit nur einem einzigen System. Da haben die Ingenieure bei d&b wirklich was außerordentliches entwickelt. Und wir haben uns massiv eingekauft, denn das Potential der T-Serie sowohl für Theater- als auch Konferenzbeschallungen ist immens. Für die Chicago-Tournee fahren wir mit 40 Boxen durchs Land und richten die PA an jedem Ort neu aus. Es ist zwar kostenintensiver, dafür müssen wir aber keinerlei Kompromisse bei der klanglichen Leistung machen." Auf der Tournee hat Rick Clarke auch die neue R1 Remote Control Software eingeführt. Über das d&b Remote Netzwerk können alle Verstärkerfunktionen gesteuert und kontrolliert werden. Diese Möglichkeit verschiedene Funktionen des Systems mit einem einzigen Kopfdruck zu verändern ist ein großer Vorteil. Ein weiterer Vorteil, so Clarke: "R1 hält jede Kleinigkeit des Systems fest im Griff, angefangen vom Gesamtsystem über einzelne Lautsprechergruppen bis hin zum EQ- und Delay. So wie das Programm konfiguriert ist, kann man je nach Bedarf größere Segmente abschalten und es auch für einen Pre-Sound-Check nutzen; das ist sehr hilfreich. Ich habe das in das Sound System für Chicago als grundlegende Komponente eingearbeitet." Dass man eine neue Tournee mit einem völlig neuen System fährt, birgt natürlich auch ein ziemliches Risiko. "Ich wusste, dass ein neues Produkt auch Probleme mit sich bringen kann", sagt Clarke, "aber ich wusste auch, dass d&b und Orbital Sound hart daran gearbeitet haben, dass alles hervorragend läuft, und so war es ja auch. Wie immer gehe ich regelmäßig zu den Aufführungen, um sicherzugehen, dass auch alles glatt läuft. Daumen hoch! Der Klang ist super. In einem großen Theater habe ich die T-Serie bislang noch nicht gehört, aber ich bin sehr zuversichtlich, dass sie allen unseren Anforderungen vollkommen entsprechen wird." Mit Dank an Pro Sound News Europe für das redaktionelle Original dieses Texts.

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