Viel Lärm um guten Klang. Das flexible neue Shakespeare-Theater in Gdańsk

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Nach über zwei Jahrzehnten Vorbereitung und drei Jahren Bauzeit öffnete das Shakespeare-Theater in Gdańsk (Teatr Szekspirowski) 2014 endlich seine Türen. Eine bemerkenswerte Leistung, schließlich ist das Gebäude nicht nur das erste Schauspielhaus, das in Polen seit knapp 40 Jahren errichtet wurde, sondern verfügt auch über ein zeitgemäßes Design sowie modernste Technik, um ein authentisches Erleben des elisabethanischen Theaters zu reproduzieren.

Das neue Gebäude wurde nach den Entwürfen des venezianischen Architekten Renato Rizzi erbaut und steht auf dem Gelände eines hölzernen Theaters aus dem 17. Jahrhundert, in dem Fechtunterricht, Tierkämpfe und Theateraufführungen stattfanden. Es ist kein Zufall, dass unter den Aufführungen auch Shakespeares Dramen waren, gilt das neue Theater doch als Zeugnis für die kulturelle Verbindung zwischen Gdańsk und London. Die Errichtung erfolgte unter dem Protektorat des britischen Thronfolgers Prinz Charles und des Literatur-Nobelpreisträgers Günter Grass.

So unbeweglich das Gebäude mit seinem massiven, fensterlosen Äußeren wirkt, so vielseitig und funktionell gestaltet es sich im Innern.

Das anpassungsfähige Auditorium ermöglicht zahlreiche unterschiedliche Bühnenkonfigurationen: von einer bogenförmigen Vorbühne über eine für das damalige Zeitalter typische Mittelbühne bis hin zur traditionellen Open-Air-Spielstätte aufgrund des weltweit einzigen zurückfahrbaren Theaterdachs.

Für die Beschallungstechnik zeichnete der lokale d&b Vertriebspartner Konsbud Audio verantwortlich. Oberstes Ziel bei der Auswahl der technischen Lösung war es, die hohe Flexibilität des Theaters bestmöglich zu unterstützen. „Unsere Techniker und Ingenieure haben den Fokus insbesondere auf zwei Aspekte gelegt“, erklärt Piotr Jankiewicz, Leiter der Konstruktions- und Integrationsabteilung bei Konsbud. „Zum einen mussten wir ein mobiles System für die verschiedenen Bühnenkonfigurationen entwerfen, zum anderen eine jederzeit hohe Sprachverständlichkeit auf allen drei Balkon-Ebenen gewährleisten, ohne zu viel Betonung auf das Beschallungssystem zu legen.“

Das Hauptsystem besteht aus T10 Lautsprechern, ergänzt durch V-SUBs für den Bassbereich und angetrieben von D80 Verstärkern. „Wir haben uns für Produkte von d&b audiotechnik entschieden und zwar aufgrund der optimalen Abmessungen der einzelnen Lautsprecher, der einfachen Installation und ihrer hohen Funktionalität“, erläutert Jankiewicz. „Die T10 verfügen darüber hinaus über ein patentiertes Montage- und Riggingsystem, mit dem die Lautsprecher von lediglich zwei Personen als Line Array aufgebaut werden können. Die T10 lassen sich sowohl als Linienquellen wie auch als Punktquellen betreiben. So können die gleichen Lautsprecher während einer Vorstellung als Line-Array-System und bei der nächsten als Punktquellen eingesetzt werden, um gezielt das Auditorium zu beschallen. Zudem lässt sich das gesamte System völlig frei rekonfigurieren und an die Anforderungen eines bestimmten Stücks oder einer Aufführung anpassen und bei Bedarf auch zügig komplett demontieren.“

Für die Besucher auf den Emporen wurden zusätzlich die kleinen, optisch unauffälligen 4S Lautsprecher in den Decken oberhalb der jeweiligen Ebene installiert – farblich angepasst und zusätzlich in speziellen Gehäusen untergebracht, um mit der Architektur des Saals zu verschmelzen.

Dank des diskreten Ansatzes von Konsbud Audio in dieser bemerkenswerten Architektur verfügt der Bau nun über ein Beschallungssystem, das der Anpassungsfähigkeit und Effizienz des Theaters in nichts nachsteht. Für die Zuschauer bedeutet das, sie können das Schauspiel des 17. Jahrhunderts mit modernstem technischem Komfort genießen.

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